Meningokokken Erkrankung

Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über Möglichkeiten zum Schutz.

WAS IST EINE MENINGOKOKKEN ERKRANKUNG?

Eine Meningokokken Erkrankung kann sich unter anderem durch eine Gehirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung zeigen. Verursacher sind Meningokokken Bakterien, von denen es verschiedene Typen gibt. In Österreich ist der Typ B am häufigsten, gefolgt von C und Y.

Meningokokken werden in 12 Serogruppen unterteilt. Sechs davon (A, B, C, W-135, X und Y) verursachen Epidemien. 1

Im JahR 2016 gab es 37 Meningokokken Fälle in Österreich. Die Mehrheit davon wurde durch die Serogruppe B verursacht. 2

ÜBERTRAGUNG

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien leben im Nasenrachenraum des Menschen und können durch Küssen, Husten oder Niesen weitergegeben werden. Die invasive Meningokokken Erkrankung entsteht, wenn sich das Bakterium im Körper ausbreitet und schwere Infektionen verursacht. 10 - 20 % der Bevölkerung tragen Meningokokken in sich, ohne zu erkranken, können die Bakterien aber an andere weitergeben. Die meisten Betroffenen stecken sich bei augenscheinlich gesunden Kontaktpersonen, z.B. Familienmitgliedern, Freunden oder Betreuungspersonen, an. 

Meningokokken sind in Österreich eine der häufigsten Ursachen für die bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) bei Kindern und Jugendlichen. 1,2

URSACHE

Meningokokken Erkrankungen sind aufgrund anfänglich unspezifischer Symptome schwer zu diagnostizieren und zeichnen sich oft durch einen schnellen Verlauf aus. 1, 2, 7 

Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Bei Gesunden können sie die Schleimhaut des Nasenrachenraumes besiedeln ohne Krankheitserscheinungen auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf von Meningokokken Infektionen zu bleibenden Schäden führen oder sogar tödlich sein.1, 4

Wissenswertes über Meningokokken Erkrankungen?

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung dauert es in der Regel drei bis vier Tage.1 

Die Erkrankung verläuft rasch und zeigt anfangs unspezifische, grippeähnliche Symptome. 4 

Dazu setzen oft in der Folge starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifheit ein. Bei einem großen Teil der Erkrankten treten zusätzlich kleine, punktförmige Hautblutungen auf, die sich schnell vergrößern können. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome häufig schwieriger zu deuten, da die Symptome oft trügerisch mild sind. 1, 2, 3, 4

Der „Glastest“ kann eine wichtige Diagnosehilfe sein: Meningokokken Infektionen äußern sich häufig durch rot-violette, anfangs nur punktförmige Hautflecken. Im Gegensatz zu anderen Ausschlägen verschwinden diese nicht, wenn man mit einem durchsichtigen Trinkglas fest dagegen drückt.5

WIE ZEIGT SICH EINE MENINGOKOKKEN ERKRANKUNG?1, 2, 3, 5

Zusätzliche mögliche Symptome bei Babys/Kleinkindern: Appetitverlust, Durchfall, Reizbarkeit, übermäßiges Weinen. 1, 7

KONSEQUENZEN

In Österreich werden jährlich ca. 30 - 100 Meningokokken Erkrankungen gemeldet. Selbst bei korrekter Versorgung im Krankenhaus stirbt etwa 1 von 10 Patienten. Bei bis zu 2 von 10 Überlebenden bleiben dauerhafte schwere Folgeschäden wie beispielsweise Amputationen, Hörverlust oder Hirnschäden zurück. 1, 5

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RISIKOGRUPPEN

Von den fünf wichtigsten Meningokokken Gruppen A, B, C, W-135 und Y sind in Österreich Meningokokken B und C am weitesten verbreitet. Meningokokken können jeden treffen. Kleine Kinder sind am meisten gefährdet. Die meisten Fälle gibt es bei den unter 5-Jährigen, gefolgt von Jugendlichen. 1,2

Säuglinge können aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders häufig und schwer an Meningokokken erkranken. 79 % aller Meningokokken Erkrankungen in dieser Gruppe werden durch Meningokokken B verursacht. 7

Bei Jugendlichen verursachen Meningokokken der Serogruppe B über die Hälfte der Fälle, über ein Drittel werden durch Meningokokken C ausgelöst.7

Jugendliche sind durch ihr Sozialverhalten – Rauchen, Küssen, Besuch von Veranstaltungen, Clubbings, Skikursen, Auslandsaufenthalte/Sprachreisen – besonders gefährdet. Auch Rekruten und Schüler in Wohnheimen gehören der Risikogruppe an.7

SCHUTZMÖGLICHKEITEN

Der ÖSTERREICHISCHE IMPFPLAN empfiehlt die Meningokokken Schutzimpfungen aktuell wie folgt:6

Meningokokken B:

Für alle Kinder und Jugendlichen möglichst früh 
ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.

Meningokokken C:

Für Kleinkinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr empfohlen, möglich auch schon  ab dem vollendeten 1. Lebensjahr.

Meningokokken ACW-135Y:

Für Jugendliche 1x im Schulalter (vollendetes 10.-13. Lebensjahr) im kostenfreien Impfprogramm.
In bestimmten Situationen ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll.

Zudem ist ein Meningokokken Impfschutz für folgende Personen empfohlen:

> Menschen mit Immundefekten
> Reisende in Gebiete mit hohem Infektionsrisiko
> Bei beruflichem Erkrankungsrisiko (z.B. Kinderärzte, Intensivmediziner)
> Kontaktpersonen im Umfeld von Meningokokken Patienten

Meningokokken
QUIZ

Teste dein Wissen!

Welche Altersgruppe trägt das höchste Risiko,
an Meningokokken-Infektionen zu erkranken?

Wie kann einer Meningokokken-Erkrankung vorgebeugt werden?

Wie schell kann eine Meningokokken-Infektion
voranschreiten und sogar zum Tod eines Erkrankten führen?

Was sind die häufigsten Symptome, die mit einer Meningokokken-Erkrankung
einhergehen können?

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